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Erst Köln, dann Bolivien: Die standesamtliche Hochzeit von Belen und Roman

Autorenbild: Stephanie Kunde
Stephanie Kunde
vor 7 Stunden
4 Min. Lesezeit


Belen und Roman:

Kennengelernt haben sich die beiden, als Belen, gebürtige Bolivianerin, für ein Austauschjahr nach Köln kam und Roman sofort Feuer und Flamme war. Jahre später zog sie dauerhaft nach Köln, und er setzte alles daran, diese Frau mit dem wunderbaren Lächeln zu erobern.

Auch mir ging es beim ersten Treffen mit den beiden ähnlich: Wir haben uns auf Anhieb verstanden, und ich habe sofort gespürt, dass die Chemie stimmt. Für mich ist das das Wichtigste, denn nur wenn wir uns gegenseitig wohlfühlen, entstehen Bilder, die echt sind.

Im September letzten Jahres durfte ich Belen und Roman bei ihrer standesamtlichen Hochzeit in Köln begleiten, und schon damals hatten wir vereinbart, dass ich im April auch ihre kirchliche Hochzeit in Bolivien fotografieren werde. Die Bilder aus Bolivien folgen bald in einem zweiten Beitrag.


Chaos mit Herz: Getting Ready mit Mama, Schwestern und Mathilda

Der Tag begann dort, wo Belen und Roman zu Hause sind: in ihrer Wohnung mitten im Herzen von Köln. Für diesen Morgen waren extra Belens Mama aus Bolivien und ihre Schwester aus Madrid angereist, ihre zweite Schwester wohnt ohnehin in Köln. So haben sich alle gemeinsam fertig gemacht, mit Lachen, Aufregung und viel Nähe. Genau diese Stimmung vor der Trauung liebe ich, weil man dort sieht, wie viele Menschen diese beiden tragen.


Mein persönliches Highlight war Mathilda. Belens Katze ist eher ein Hund und nicht nur neugierig, sondern auch besonders fotogen.

Besonders berührt hat mich ein Detail: Belen hat zur Hochzeit den Schmuck von Romans Großeltern getragen. Eine wunderschöne Geste, denn beide sind ihren Großeltern sehr verbunden.



Pünktlich zum Standesamt, zumindest fast

Roman hatte mir einen klaren Auftrag mitgegeben: Die Ladies müssen pünktlich beim Standesamt ankommen. Pünktlichkeit ist nicht überall auf der Welt gleich wichtig und so musste ich die Mädels an diesem Morgen ein bisschen drängen. Am Ende habe ich Belens Schwestern und ihre Mama kurzerhand in mein Auto verfrachtet und wir sind gemeinsam zum Standesamt gefahren.

Geplant war ein First Look. Ich musste allerdings noch mein Auto parken und Belen hatte keine Geduld mehr, auf mich zu warten. Also haben sich die beiden kurzerhand alleine getroffen. Genau in diesem Moment ist ihnen aufgefallen, dass der Brautstrauß noch in der Wohnung lag. Belens Mama hat nicht lange überlegt und ist zu Fuß zurückgelaufen, um ihn zu holen. Den Anfang der Trauung hat sie dadurch verpasst, doch zum Jawort stand sie mit dem Brautstrauß im Saal.

Die Trauung selbst war unglaublich berührend. Belen und Roman haben so liebe Freunde und Verwandte um sich, und das hat man in jedem Moment gespürt, besonders bei den Glückwünschen im Anschluss, die sehr emotional waren.


Ringe segnen, Oldtimer parken, Uber nehmen

Nach der Trauung ging es noch einmal kurz in die Kirche, um die Ringe segnen zu lassen. Als ich dort ankam, war allerdings kein Brautpaar zu sehen. Was war passiert? Belen und Roman waren mit ihrem Oldtimer zum Standesamt gefahren und hatten direkt davor geparkt. Doch der Marktplatz wird um 12 Uhr geschlossen, und danach kommt kein Auto mehr hinaus. Der Oldtimer blieb also stehen, und die beiden kamen kurzerhand mit dem Uber zur Kirche. Auch das gehört zu einer Hochzeit: Pläne ändern sich, und die beiden haben es mit viel Humor genommen.



Ein Oldtimer, ein Dom und ein Brautpaar, das sich nicht aus der Ruhe bringen lässt

Romans Vater hat die kirchliche Trauung leider verpasst, dafür aber den Oldtimer aus dem gesperrten Marktplatz befreit. Danach ging es für Belen und Roman endlich Richtung Dom. Dort wollten wir das erste Bild machen und die restlichen Fotos später auf der anderen Rheinseite, vom Hyatt aus.

Doch nach nur fünf Minuten Fahrt sprang der Oldtimer nicht mehr an. Es dauerte eine Dreiviertelstunde, bis Romans Vater den Wagen repariert hatte und die beiden weiterfahren konnten. Ich habe in der Zwischenzeit am Hyatt auf sie gewartet.

Genau für solche Momente plane ich bei jeder Hochzeit großzügig Zeitpuffer ein. Belen und Roman haben die Wartezeit einfach genutzt und beim Thai eine Kleinigkeit gegessen. So blieb am Ende noch genug Zeit für das Paarshooting am Hyatt, bevor wir die Familie zum Abendessen im Loma wieder getroffen haben.

Das Schönste daran: Trotz Strauß, Parkverbot und liegen gebliebenem Oldtimer haben sich die beiden an diesem Tag kein einziges Mal aus der Ruhe bringen lassen. Und genau das sieht man auf ihren Bildern.


Zum Abendessen ins Haus Stolzenbach

Nach dem Paarshooting ging es für uns weiter nach Lohmar. Im Haus Stolzenbach haben wir noch ein paar Bilder gemacht, bevor das Abendessen begann. Für Roman und seine Familie ist dieser Ort etwas Besonderes, denn hier haben sie schon die wichtigsten Familienfeste gefeiert. Entsprechend selbstverständlich war es, dass auch die Hochzeit hier stattfand.

Die Gästeliste erzählt die Geschichte der beiden: Aus Bolivien, Belens Heimat, waren Familie und Freunde angereist. Aus Houston, wo Belen lange gelebt hat, kamen Menschen, die sie dort ins Herz geschlossen hat. Ihre Schwester kam aus Madrid, und sogar ein Freund aus Mexiko war dabei. Bis zum Essen durfte ich dabei sein und diesen Tisch voller Menschen aus aller Welt festhalten, dann habe ich die beiden und ihre Liebsten feiern lassen.


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